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Schreibblockade überwinden – so kommst Du wieder in Flow!


Da will oder muss man einen tollen Text mit einem höchstmöglichen Mehrwert abliefern und plötzlich ist sie da: die Schreibblockade.

Da ich diese Situation als Blogger (seit 2008)² und Referent selbst nur zu gut kenne, dachte ich mir, es ist an der Zeit, sowohl die Ursachen des Problems zu finden, als auch anderen leidenden Autoren dabei zu helfen, die Schreibblockade zu überwinden.

Sind wir mal ehrlich, was gibt es für einen Autor Schöneres, als wenn man sich gerade so richtig im Flow befindet und die passenden Worte einem wie von Zauberhand zufliegen? Genau in diesen Zustand zu kommen und das Feeling zu genießen, ist das Ziel dieses Artikels!

Was genau ist eine Schreibblockade?

Gibt man auf Google einfach mal das Wort „Schreibblockade“ ein, ist Wikipedia wie gewohnt blitzschnell zur Stelle. Nach dem Lesen der ersten beiden Sätze, tönen die leisen Worte „Aha, soso…Na gut!“ über meine Lippen und ich überlege, was mir gerade am meisten zu schaffen macht.

Schon beim Einstieg in den Text ringe ich mit jedem Wort und die Satzformulierung wird zu einem Kampf der Giganten. Aus irgendeinem Grund prescht mir ein kurzer Filmabschnitt durch den Kopf: Eine alte Lehrerin schaut mich an und erklärt: „Subjekt, Prädikat, Objekt…“.
Ich wische sie vor meinem geistigen Auge von der Bildfläche und frage mich dabei: „Ob es wohl anderen auch so geht? Das kann nicht sein… Du bist doch nicht mehr in der ersten Klasse, Junge!!!“. Na gut, diese Selbstbeweihräucherung bringt mich dann auch nicht weiter.

Unruhig sitze ich also vor der Tastatur und je mehr ich versuche, mir die Worte aus der Nase zu ziehen, desto mehr merke ich, wie ein Kopfschmerz versucht, sich breit zu machen. Der Bauch sendet ebenfalls erste Signale von Übelkeit.

Ich schwinge mich aus dem Sessel, lasse den Laptop weit hinter mir und begebe mich in die Küche. Kühlschranktür auf!
Ein professioneller Blick hinein: vorbei an der Margarine sowie der Milch bis an die Rückwand.
Das Surren des Kühlers wird von einem leisen Klicken begleitet. Ich schließe die Kühlschranktür wieder und bin überrascht, dass das Öffnen des Kühlschranks nicht geholfen hat.

Wie ich darauf komme, dass es helfen könnte?

Ich habe mal einen Kollegen dabei beobachtet, als er vor meinen Augen und Ohren eine Diskussion mit seiner Freundin hatte. Wir befanden uns gerade in der Küche und sie stand im Ankleideraum vor dem Spiegel. Sie stellte eine der beliebten Fragen, die man gerne mal als „Shit-Test“ bezeichnet und sich wundert, wenn die Antwort darauf noch in 10 Jahren von ihr wiedergegeben werden kann.

„Schaaaatz!?! Findest Du, ich habe zu kräftige Oberschenkel?“.

Die Worte „kräftig“ und „Oberschenkel“ gelten dabei als Schlüsselworte, um mit Schwung in ein Fettnäpfchen zu treten. Egal wie die Antwort auch ausfällt, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Ich hebe meine Augenbrauen und harre der Dinge, die da kommen. Geistesgegenwärtig öffnet mein Kollege die Kühlschranktür und schaut in die Tiefe der Kühltruhe. Das Klicken der Wanduhr lässt Sekunden wie Minuten erscheinen. Dann schließt er die Tür und ruft: „SCHATZ, WO HABEN WIR DIE WINTERREIFEN FÜR DEIN AUTO EINGELAGERT?“

Daraufhin kommt seine Freundin lächelnd in die Küche, gibt ihm einen Kuss, greift ohne hinzusehen ins Regal und legt uns freudig einen Auftragszettel vom Reifenhotel auf den Tisch. Beschwingten Schrittes verlässt sie die Küche und fragte nicht weiter nach. Die brenzliche Situation war Geschichte.

Ich schaue meinen Kollegen an und fragte: „Warum der Blick in den Kühlschrank?“.
„Keine Ahnung, ist anscheinend ein Reflex, doch meist kommen mir dadurch gute Einfälle, wie ich Probleme lösen kann.“.

In diesem Fall hat es gut geklappt und er nutzte die im Vertrieb beliebte Methode der „Asiatischen Taubheit“ – ein gezieltes Überhören unangenehmer Fragen, gefolgt von einer Gegenfrage. Das zum Thema „Kühlschrank-Blick“: Give it a try!

Nach diesem kleinen, gedanklichen Ausflug setze ich mich auf die Couch, öffne den Laptop und hoffe auf eine Eingebung. Einen tiefen Atemzug später wandern die Finger langsam zur Tastatur, doch kein Tastenanschlag schallt durch den Raum…Immer noch keine Besatzung auf der geistigen Enterprise. DAS IST EINE ECHTE SCHREIBBLOCKADE.

Welche Ursachen hat eine Schreibblockade?

Ein entscheidender Faktor ist an dieser Stelle der Umstand, aus welcher Motivation heraus ich einen Text schreibe.

Schreibt man beispielsweise im Studium einen Text in Form einer Doktorarbeit, geht es vorrangig darum, die sachliche Information dem jeweiligen Prüfer so schlüssig wie möglich rüber zu bringen. Es hängt eine ganze Menge davon ab, wie relevant die Information erscheint und bewertet wird. Je nachdem, wie die bisherigen Erfahrungen im Prüfungsbereich ausgefallen sind, kann eine schlechte Kritik und die Erinnerung an diese negative Erfahrung – die Angst zu versagen – aufkommen lassen.

Angst hemmt.
Angst blockiert.

Hat man dann noch sprichwörtlich die Uhr im Nacken, kann einem der Zeitdruck ebenfalls noch das Leben schwer machen. Wobei ich auch schon oft erlebt habe, dass Zeitdruck auch das Gegenteil bewirken kann. Immer dann, wenn ich Dinge aufgeschoben habe und das Zeitfenster extrem eng wurde, gab mir dieser Druck die Möglichkeit, über mich hinaus zu wachsen und äußerst kreativ zu werden. Wenn man weiß, dass man jetzt abliefern muss, gibt man Vollgas.

Als Blogger schreibe ich für meine eigene Zielgruppe – dabei möchte ich mit meinen Tipps und Erfahrungen dem Leser bestmöglich helfen, seine Probleme zu lösen. Dieser Antrieb birgt andere Hintergründe, eine Schreibblockade zu erleiden.

Es muss nicht so sein, dass man gehemmt ist, da einem zu wenig Informationen zur Verfügung stehen – sehr oft ist auch hier genau das Gegenteil der Fall. Mir geht es oft so, dass ich über die Recherche zu einem Thema soooo viele Informationen gesammelt habe, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll und wie ich daraus meinen eigenen Text machen kann. Ich schwimme dabei in einem Meer von Buchstaben und überlege, welche Info meinem Leser den größten Zusatznutzen bietet und was er wohl schon alles weiß. Diese Erwartung erfüllen zu wollen, kann ebenfalls in Stress ausarten.

Eine weitere Ursache für die Wortlosigkeit habe ich bei Gründern erlebt, die ich dann durch mein Coaching unterstützt habe. Das Symptom dazu kann sogar zu einer völligen Lähmung führen. Wo hier der Hund begraben ist? Folgende Situation beschreibt worum es genau geht.

Es ist nun schon einige Jahre her. Ich startete eines meiner Online-Projekte und freute mich schon nach einigen Monaten über ein gutes, monatliches Sümmchen. Die magische Tausender-Marke war geknackt.

Doch das war nicht immer so. Damals kam ein Businesskollege, den ich sehr schätze, mit einer Idee auf mich zu und ich war sofort Feuer und Flamme. Wir machten ein Brainstorming und sammelten Infos zu dem Thema. Schnell merkte ich, dass er viel besser darüber bescheid wusste und bot an, ihn gegen eine Umsatzbeteiligung von 20% mit meinem Programmierer- und Marketing-Know-How zu unterstützen.

Auch wenn die Projektierung dadurch wesentlich schneller in Schwung gekommen wäre, hatte er eine andere Idee. Wir einigten uns darauf, dass jeder die Idee auf seine eigene Art und Weise verwerten darf.

Am nächsten Tag legte ich los: im Gegensatz zu meinem Kollegen, fing ich wissenstechnisch von null an. Die ersten Artikel waren inhaltlich eine Mischung aus Spam und leeren Worthülsen – dementsprächend war auch das Feedback der Leser.

Ich las mich immer mehr ein und schraubte weiter an den Inhalten. Nach einiger Zeit trafen ich meinen Businesskollegen wieder – zu diesem Zeitpunkt verdiente ich schon ein paar Euro über die neue Quelle. Als ich fragte, wie es bei meinem Kollegen voran geht, war die Antwort sehr überraschend für mich. Schließlich hatte er bei dem Thema wesentlich mehr drauf als ich.

Er sagte nur: „Ich brauche noch mehr Informationen und habe noch nicht angefangen. Ich will, dass es perfekt wird!“. Wieder einer dieser Momente, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Ich arbeitete weiter an meinem Projekt und verbesserte es stetig. Richtig perfekt war es nie, doch es wurde immer besser und brachte mehr und mehr Umsatz.

Nach knapp einem Jahr trafen wir uns noch einmal – mein Kollege hatte sein Projekt nicht angefangen. Er hatte es sogar geschmissen und konzentrierte sich schon wieder auf ein anderes Thema.

Wenn man etwas Neues startet, wird es mit Sicherheit nicht gleich perfekt sein. Doch man lernt es zu verbessern, wenn man dran bleibt, Feedback umsetzt und weiter macht. Perfektionismus kann zu einer heftigen Blockade werden!

Wie kann man die Schreibblockade überwinden?

Der erste Punkt, der mir selbst am nächsten steht, ist das Thema Ablenkung vermeiden.

Hierbei unterscheide ich zwischen zwei Arten von Ablenkung.

Noch heute, wenn ich Inhalte für meine Projekte erstelle, sitze ich gerne mit meinem Laptop in Cafés oder der Universität. Dort ist immer etwas los. Überall wimmelt es von Leuten und auch ihre Lautstärke ist allgegenwärtig. Dennoch empfinde ich es als angenehm, unter Leuten zu schreiben. Wenn links und rechts neben einem etwas passiert, ist das zwar ein kurzer Reiz, doch keine bindende Ablenkung- eher Inspiration bei einem guten Pott Kaffee.

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Anders sieht es mit Ablenkungen aus, welche die Aufmerksamkeit stärker an sich ziehen und binden, weil sie einen immer wieder reizen, selbst aktiv daran teilzunehmen. Wenn ich kreativ schreibe, lege ich das Handy zur Seite, logge mich aus Facebook aus und ignoriere eingehende Nachrichten. Klappt super!

Auch jetzt gerade wird es wieder Zeit und ich muss mich dazu zwingen, erstmal eine Pause zu machen, durchzuatmen und eine Kleinigkeit zu essen. Pausen geben einem die Chance, neue Energie zu tanken und danach wieder zur Tat zur schreiten.

— 2. Pause nach 5 Stunden —

In der Zwischenzeit war ich jetzt an der frischen Luft und habe ein wenig Sonne getankt. Diese kurze Atempause kann ich jedem wärmstens empfehlen. So weiter geht’s!

Kommen wir also zu ein paar weiteren Punkten, die mir persönlich sehr dabei helfen die Worte entspannt fließen zu lassen.

Eine Methode die ich auch ganz gerne nutze nennt sich Freewriting, dabei schreibe ich einfach mal irgendwelche Gedanken auf um warm zu werden und in Schwung zu kommen. Diese Gedanken können auch komplett unabhängig von meinem Artikelthema sein. Die Aktion gleicht einem Warmup beim Fitnesstraining und bringt den Kopf auf Temperatur.

Logo, wenn der kreative Geist noch schläft geht erstmal noch gar nichts. Was mir schon oft geholfen hat, ist das Schreiben von Notizen auf einem Zettel. Ich habe mich oft gewundert, wie befreiend diese kleine Methode auf den Kopf wirkt.

Auch ein kurzes Telefonat mit einem guten Kollegen kann helfen in Wallung zu kommen. Hat man sich erstmal warmgequatscht wirkt das für die Gedanken ebenfalls befruchtend.

Meine absolute Geheimwaffe um der Schreibblockade den Boden unter den Füssen zu nehmen ist und bleibt eine gute Vorbereitung. Wie beim Workout sagt man auch hier.

„Hartes Training – Leichter Kampf!“

Es mag ein wenig altmodisch klingen, doch die Notizen vom Brainstorming und der Artikelrecherche halte ich meist auf kleinen Karteikarten fest. Diese Art von Struktur habe ich meiner Freundin zu verdanken, noch vor ein paar Wochen sah das ganz anders aus. Eher nach dem Chaosprinzip. Jetzt klappt es wesentlich besser!

schreibblockade

Für die grobe Struktur habe ich mir dieses Whiteboard ->> MOB Whiteboard mit Alurahmen, magnetisch (Provisions-Link) – besorgt und kann es jedem wärmstens empfehlen!

Whiteboard

Nur gut, dass das Informationszeitalter schon begonnen hat. Bei meiner krakeligen Handschrift schont die Computerschrift sicher die Augen meiner Leser und Seminarteilnehmer. 🙂

Auf meinem Whiteboard halte ich immer gut sichtbar die W-Fragen fest und lasse meine Gedanken davon inspirieren.

  • Was ist das Problem? (Definition)
  • Wie äußert es sich? (Symptome)
  • Welche Ursachen hat es? (Der Grund)
  • Welche Methoden helfen das Problem zu lösen? (Praxistipps)

Meine letzten 10cent

Ich habe Dir jetzt meine besten, selbsterprobten Tipps und Methoden vorgestellt und wünsche Dir größtmöglichen Erfolg damit.

„Allein schafft man einiges, doch zusammen ist alles möglich!“

²Eines meiner ersten Projekte um 2008 war maennerverstehen.com und ich lernte nach 2 Jahren fleissigen Bloggens, wie wichtig es ist ein Backup zu machen bevor man an der SQL-Datenbank herumbastelt. Alles war futsch und gab die Domain wieder frei. Jetzt gerade mache ich ein WHOIS LOOKUP und sehe, dass die Domain für über 2.000$ angeboten wird. #learning !

Schreibblockade überwinden – so kommst Du wieder in Flow!
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