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Hypnose lernen – meine Erfahrungen


Auch wenn ich mich schon seit Längerem mit dem Thema Hypnose beschäftige, hat es noch immer seinen ganz eigenen Reiz. Immer wieder werde ich angesprochen und gefragt, wie man am besten Hypnose lernen kann und was ich von Showhypnose halte.

Ich durfte in den letzten Jahren einige Erfahrungen sammeln und werde sie jetzt mit Euch teilen.

Was genau ist Hypnose?

Das Verfahren Hypnose ist ein sehr hilfreiches Werkzeug, um Zustände auf einfache Art und Weise in eine gewünschte Richtung zu verändern. Meiner Meinung nach ist Hypnose mit Neurolinguistischem Programmieren (NLP) stark verbunden – aus diesem Grund werden beide Themen von mir für jeden Coach warm weiterempfohlen.

Welche Erfahrungen habe ich mit Hypnose gemacht?

Bei „Show-Hypnose“ geht es genau darum, was das Wort schon beinhaltet – SHOW. Das Unterbewusstsein eines Menschen lässt sich extrem stark von dem Rahmen (Frame) beeinflussen, in dem sich die Person gerade befindet. Es gibt Situationen – gerade, wenn Gruppendynamik ins Spiel kommt – in denen Menschen sehr dazu neigen, Erwartungshaltungen zu erfüllen. Ob jemand bei einer „Show-Hypnose“ wirklich komplett wegtritt oder mitspielt, ist von der Tiefe des jeweiligen Trance-Zustandes abhängig. Geht es um die Show, triggert man innerhalb einer Gruppe bestimmte Reaktionen an und nutzt sie als „Listing-Programm“. Je intensiver jemand in der Gruppe darauf positiv reagiert, umso offener scheint er für die Induktion.

Wie kann ein „Listing-Programm“ aussehen?

Da ich Spaß daran habe Verhaltensweisen zu analysieren, erinnere ich mich sehr gut an ein „Bewerbungsgespräch“, welches ich damals mit einem sehr wohlhabenden Unternehmer führte. Dieser suchte einen neuen Geschäftsführer und analysierte jeden Bewerber bewusst in einem Einzelgespräch. Darin erzählte er zwischendurch unterschiedliche Witze und begutachtete die jeweiligen Reaktionen darauf. Im Nachhinein erklärte er mir, warum man darüber in entspannter Atmosphäre viel mehr über die Charakterzüge und Tendenzen eines Menschen herausbekommt, als über die gewohnten W-Fragen.

Zurück zur „Show-Hypnose“. Hat der Hypnotiseur eine besonders „offene“ Person ausgemacht, bittet er sie, mitzumachen und holt sich die Erlaubnis ein. Das Unterbewusstsein erteilt damit die „Freigabe“ und der Filter des Bewusstseins wird während der Suggestionen zur Seite geschoben.

Bei extremen Skeptikern oder „mich kann man nicht Hypnotisieren“-Typen, ist es genau der mit dieser Aussage verbundene Glaubenssatz, welcher wie eine Firewall die Hypnose-Induktion abschmettert. Will man sich nicht entspannen, klappt es auch nicht!

In extrem tiefen Trance-Zuständen ist es möglich, Menschen Handlungen ausführen zu lassen, die sie im bewussten Zustand eher nicht tun würden. Wem solche Shows gefallen, der darf sich gerne davon begeistern lassen. Ich persönlich konzentriere mich mehr auf die Optimierung von Gefühlszuständen und den damit verbundenen Verhaltensweisen.
DSE – Design Human Engineering – wie es Richard Bandler, Mitentwickler des NLP, so schön thematisiert.
Wenn jemand danach in der Lage ist sich noch öfter bewusst in einen starken, positiven Zustand zu bringen, um sich wohler zu fühlen, dann ist meine Mission erfüllt!

Wie ich zum Thema Hypnose gekommen bin?

Im Jahr 2006 reichte mir eine Freundin zum ersten mal ein NLP-Buch und meinte: „Marc, das ist mit Sicherheit etwas für Dich, Du bist doch so ein Verkäufer-Fuchs!“

Ich las ein wenig in dem Buch und begann das große Googeln. Schon bei der Eingabe des Wortes „NLP“ kamen sehr viele interessante Beiträge zum Vorschein und ich wurde immer neugieriger. Je mehr ich darüber wusste, desto deutlicher wurde mir, wie stark in unserem Vertrieb zahlreiche Techniken geschult und bereits genutzt wurden. Das Kind hatte bis Dato nur noch keiner beim Namen genannt. Einige Zeit später machte mich mein Kumpel René Fourmont darauf aufmerksam, dass er demnächst eine Schulung (NLP und Hypnose) dazu besuchen möchte und ich beschloss, dabei zu sein.

Wir fuhren gemeinsam nach Köln und ich lernte Julian Wolf, den Chef von NLP Deutschland kennen. Bei jeder Übung auf der Bühne wollte ich dabei sein und so viel wie möglich von ihm in der Praxis lernen. Sein Team bestand aus mehreren Trainern, wobei jeder ein Spezialist auf seinem ganz eigenen Gebiet war. Tom Krause, zum Beispiel, war einer der Hypnose-Coaches, von dem ich mit am meisten gelernt habe.

In dieser Zeit lernte ich Hypnose und NLP-Techniken, für die ich bis heute unendlich dankbar bin. Immer wieder trainierten wir in kleinen Gruppen und Zweier-Teams. Hypnose-Induktionen, NLP-Pattern und unglaublich viel Wissen über menschliche Verhaltensweisen standen auf dem Tagesplan.

Während einer Trainingssession, in der es darum ging, Ängste aufzulösen, passierte jedoch etwas, das mich dazu veranlasst hat, Coachings zu bestimmten Themen abzulehnen und zwar:
Handelt es sich um Trauerbewältigung oder Depression, leite ich direkt an einen Psychotherapeuten weiter!

„Was war denn genau passiert?“ – werden sich nun einige fragen. Das erkläre ich Dir auch gern.

Im Jahr 2000 hatte ich den bis dato schwersten Schicksalsschlag meiner Jugend zu verkraften. 10 Minuten nachdem ich meinen besten Freund auf dem Motorrad verabschiedet hatte, wurde ihm die Vorfahrt genommen und er hatte einen schrecklichen Unfall.

Während der nächsten zwei Tage hörte ich nur, dass mein Freund auf der Intensivstation lag und sein Zustand wurde immer schlechter. Ich hörte, wie seine Mutter am Telefon schrie und weinte. Ich wollte so gerne Blumen ins Krankenhaus bringen, doch es blieb mir verwährt, die Station zu betreten.

Am dritten Tag nach dem Unfall war mein bester Freund tot. Ein großes deutsches Blatt (keine Werbung dafür!) brachte die Falsch-Meldung, dass angeblich Alkohol im Spiel gewesen sei, was jedoch absolut nicht der Fall war. WUT! Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Jungen, der den Bericht gelesen hatte und mir auf der Treppe zum Schuleingang sagte:
„Es ist gut, dass Dein bester Freund tot ist – wer Alkohol trinkt und dann losfährt, ist selber schuld!“

WASSS???? In diesem Moment sah ich ihm tief in die Augen, ballte meine Faust und…war zu seinem Glück vor Unverständnis wie gelähmt. Irgendeine Macht hatte mich Gott sei Dank davon abgehalten, meiner Emotion freien Lauf zu lassen.

Nachdem wir bei der besagten Zeitung per Anwalt Druck gemacht hatten, entschuldigte sich diese, indem sie irgendwo in einer der nächsten Ausgaben ein winziges Dementi druckte. Mir war es jedoch Latte, denn ich hatte ganz andere Sorgen. Auch wenn es hart war, vergab ich dem Jungen, der damals diesen Spruch gelassen hatte und wünsche ihm und seiner Familie von Herzen alles Gute. Wir sind alles Menschen und jeder hat mal was gesagt, dass ihm im Nachhinein vielleicht sogar sehr leid tat.

Aus irgendeinem Grund, war es mir nie möglich gewesen, mich dieser Trauer zu stellen und sie zuzulassen. Ich hatte sie einfach in den Keller gesperrt und unbewusst verdrängt. Doch wer jetzt davon ausgeht, dass solch starke Emotionen einfach mit der Zeit verschwinden, wenn man es über diesen Weg versucht, der kann stark daneben liegen. In den meisten mir bekannten Fällen passiert genau das Gegenteil. Man verdrängt, schluckt die Emotion runter und sie fängt an, sich zu verstärken, zu wachsen, sich innerlich auszudehnen. Bis sie sich irgendwann in körperlichen Symptomen oder einer heftigen Negativ-Schwingung Ausdruck verleiht.

Wir saßen also gerade voreinander und die Aufgabe bestand darin, eine bisher verdrängte Situation vor dem geistigen Auge aufzurufen, um diese im Anschluss zu verarbeiten und aufzulösen. Kurz nachdem mein Trainingspartner die Trance eingeleitet und das Thema angetriggert hatte, öffnete sich in mir plötzlich die Büchse der Pandora.

Mit einem mal brach die ganze verdrängte Emotion aus mir heraus und ich befand mich im depressivsten Zustand, den ich jemals erlebt und gespürt hatte. Meine Körper sank zusammen und mein Blick verlor das Funkeln. Sein Versuch mich aus diesem Zustand heraus zu bekommen scheiterte und ich war kurz davor, mich selbst zu entfernen, weil ich es nicht aushielt.

Fünf Minuten später begab ich mich mit Tränen in den Augen mit einer Profi-Trainerin vor die Tür und sie schaffte es, mich in einen Zustand des Zulassens zu bringen. Endlich konnte ich meine Trauer verarbeiten und fühlte mich danach wie neu geboren! Dennoch war mir diese Situation eine Lehre und ich beschloss, mich ausschließlich der Verstärkung positiver Emotionen zu widmen. Das funktioniert bestens!

Wofür kann man Hypnose einsetzen?

hypnose

Am liebsten nutze ich Hypnose-Techniken, um körperliche Verspannungen sowie mentale Blockaden zu lösen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der wir von Informationen überflutet werden, sorgen all diese Reize dafür,
dass die Gedanken im Kopf kreisen und viele Menschen nicht mehr zu Ruhe kommen. Wenn wir unseren Akku dann immer nur belasten, ist er irgendwann leer. Wir fühlen uns schlapp und energielos.

Genau in einer solchen Situation hilft es, diesen Akku durch eine Entspannungsübung wieder komplett aufzuladen.
Man wird ganz sanft in einen Zustand der tiefen Entspannung geleitet und lässt einfach mal alle Sorgen und Gedanken des Alltags los. Schon die Vorstellung ist ein erster Schritt in Richtung dieses wohltuenden Zustandes. Man fühlt sich danach, als wenn man endlich mal so richtig gut ausgeschlafen hat und kann voller Tatendrang seine Ziele verfolgen.

Ebenfalls ist es möglich, mit Hilfe solcher Übungen das Verhalten so zu beeinflussen, dass man dadurch sogar eine Diät unterstützen kann und noch leichter abnimmt.

Raucherentwöhnung ist ebenfalls möglich, da es auch hier um veränderbare Verhaltensmuster geht.

Wie lernt man Hypnose?

Machen. Beobachten. Lernen!

Es gibt definitiv auch für diesen Bereich sehr gute deutschsprachige Bücher, wie beispielsweise dieses hier von Ben Ahlfeld Hypnose lernen – Praxishandbuch (Provisions-Link) mit denen man sich einige Techniken sehr leicht aneignen kann.

Eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Hypnotiseurs nenne ich jedoch die geschulte Beobachtungsgabe. Ob und wie tief der Hypnotisierte gerade in Trance ist, gilt es über die Körpersprache und vor allem die Gesichtszüge abzulesen. Innere, emotionale Zustände werden sehr deutlich über die Mimik der Person sichtbar.

Um zu lernen, welche Signale wie interpretiert werden können, sind Videokurse – wie dieser hier von Tom Krause – Hypnose – der professionelle Einsteigerworkshop (3 DVDs) (Provisions-Link) dafür besser geeignet als die festen Bilder in Büchern.

Ansonsten ist der Königsweg eine professionelle Hypnose- und NLP-Ausbildung, da man dort am intensivsten in die Materie eingeführt wird und sehr entspannt lernt. Julian Wolf hat auf seiner Seite NLP-Deutschland.de immer wieder interessante Angebote zu diesem Thema. Über diesen Weg habe ich zusätzlich sehr viele, interessante und sympathische Menschen kennengelernt.

„Die wichtigste Investition ist die Investition in uns selbst!“

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